Ein Haus mit Geschichte

Mehr als 100 Jahre reicht die Geschichte des St. Elisabeth-Krankenhauses in Rodalben nun bereits  zurück. Als Geburtsjahr gilt das Jahr 1908, als der Neubau des als Schwesternwohnheim geplanten Hauses an die Mallersdorfer Schwestern übergeben wurde. Zwar war die Krankenpflege schon fünf Jahre zuvor mit der Gründung des Elisabethen-Vereins in Rodalben institutionalisiert worden, jedoch handelte es sich um eine rein ambulante Versorgung der Kranken und Verletzten. 1907 wurden das Mutterhaus der „Armen Franziskanerinnen“ in Mallersdorf gebeten, diese ambulante Versorgung zu übernehmen, um eine dauerhafte Hilfe zu gewährleisten. Im neu errichteten Haus wurden neben den ursprünglich vorgesehenen Schwesternzimmern auch mehrere Krankenzimmer eingerichtet, sodass nun auch eine stationäre Pflege und Behandlung möglich wurde. Während des Ersten Weltkriegs wurden viele verwundete und kranke Soldaten behandelt und gepflegt. 1927 wurde der erste Erweiterungsbau des Rodalber Krankenhauses eingeweiht, es folgten im Laufe der Jahre zahlreiche weitere An- und Umbauarbeiten. Das Krankenhaus erarbeitete sich schnell einen guten Ruf aufgrund der guten ärztlichen, pflegerischen und persönlichen Betreuung und Versorgung der Patienten. 1938 standen bereits 80 Betten zur Verfügung. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs begann 1939 eine schwere Zeit für das Krankenhaus. Früh wurde es als Hauptverbandsplatz der Deutschen Wehrmacht beschlagnahmt, sodass der Normalbetrieb erheblich eingeschränkt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs normalisierte sich der Betrieb schon im Laufe des Jahres 1945 wieder, die Vollbelegung erforderte die Anstellung von zusätzlichem Personal. Die große Beliebtheit des Rodalber Krankenhauses in der gesamten Region führte zu einer Aufstockung der Bettenzahl von 98 im Jahr 1946 auf 125 Betten 1954 und 183 1961.
Am 1.1.1966 gab der Elisabethen-Verein, bis dahin Träger des Krankenhauses, die Trägerschaft an die St. Elisabeth-Stiftung Rodalben, eine Körperschaft öffentlichen Rechts ab. Zwei Jahre später wurde eine Schwesternschule mit Schwesternwohnheim in direkter Nachbarschaft zum Krankenhaus eröffnet. 60 Einzel- und 20 Doppelzimmer sowie die Unterrichtsräume standen damit zur Ausbildung der Schwesternschülerinnen zur Verfügung. Bis heute wurden dort rund 500 Krankenschwestern und -pfleger ausgebildet. 1992 wurde erstmals eine Intensivabteilung mit insgesamt sechs Betten eingerichtet. 1995 wurde dem Rodalber Krankenhaus neben den bestehenden Abteilungen der Inneren Medizin, der Chirurgie, der Gynäkologie/Geburtshilfe, der HNO und der Augen-Abteilung zusätzlich eine Orthopädische Abteilung angegliedert. 2001 wurde die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe geschlossen, da der Landeskrankenhausplan eine stetige Reduzierung der Bettenzahl in diesem Bereich vorschrieb. Die finanzielle Lage des Krankenhauses verschlechterte sich fortwährend, sodass 2004 die Marienhaus Kranken- und Pflegegesellschaft in Waldbreitbach die Betriebsführung des Rodalber Krankenhauses übernahm, um dessen Existenz auf Dauer zu sichern. 2005 wurden die leer stehendenWohnräume des ehemaligen Schwesternwohnheims als Verwaltungsräume umgenutzt, zuvor war ein Teil des Schwesternwohnheims bereits zur Unterbringung einer Kurzzeitpflegeeinrichtung und der Physiotherapie genutzt worden. In diesem Jahr wurde auch die neue Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in der Kirchbergstraße, direkt an das Krankenhaus angrenzend, eingeweiht. Neu eingerichtet wurde 2007 die Nephrologie mit fünf Dialyseplätzen.
Mit der fortwährenden Weiterentwicklung des Krankenhauses und dem ständigen Bemühen um ein optimales Angebot während der letzten 100 Jahre hat das St. Elisabeth-Krankenhaus mit seiner Belegschaft alle Schwierigkeiten gemeistert und sich zu einem wichtigen Baustein der ärztlichen und pflegerischen Versorgung in der gesamten Region entwickelt. Mit seinem christlichen Hintergrund stand und steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen im Mittelpunkt aller Bemühungen. Den Menschen bei ihrer Genesung sowohl ärztlich und pflegerisch als auch persönlich zur Seite zu stehen war das Hauptanliegen der Gründer und ist bis heute das Hauptbestreben der Betreiber und der Mitarbeiter geblieben.

St. Elisabeth-Krankenhaus

Kirchbergstraße 14
66976 Rodalben
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