Vortrag in Dahn am 20. Mai

"Palliativmedizinische Begleitung am Ende des Lebensweges – was ist machbar und was ist sinnvoll?" ist der Titel des Vortrages von Dr. Thomas Jäger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Interdisziplinäre Intensivmedizin am St. Elisabeth-Krankenhaus Rodalben. Die Veranstaltung findet in Dahn am Montag den 20. Mai 2019 um 19.00 Uhr im Haus des Gastes statt.

21.01.2019

Wir verdrängen bewusst, dass unser Leben begrenzt ist und dass wir früher oder später alle mit dem Sterben und dem eigenen Tod konfrontiert werden. Der Wunsch nach grenzenlosem Gesund- und Jungsein und der überall sichtbare „Gesundheitswahn“, ähnelt heutzutage einer Ersatzreligion.Wir glauben, dass uns die moderne Medizin, die Möglichkeiten der Apparatetechnik, Ärzte, Kliniken und Gesundheitssystem einen grenzenlosen Schutz und medizinische Heilung garantieren können.

Zum Leben gehört aber der Tod. Daran kann die moderne Medizin auch nichts ändern. Sie kann allenfalls tödliche Erkrankungen hinauszuzögern und medizinisch lindern.

Mit der Diagnose einer unheilbaren, schweren Krankheit ändert sich plötzlich alles. Wenn keine Aussicht auf Heilung (Kuration) mehr besteht, wenn „Nichts mehr zu machen ist “ benötigt der Patient umso mehr eine professionelle, medizinische Hilfe, menschliche Zuwendung und individuelle Begleitung.

Hierin liegen die zentralen Ziele und Aufgaben der modernen Palliativmedizin. In seinem Vortrag wird Herr Dr. Jäger darlegen, welche vielfältigen Konzepte der Palliativmedizin zugrunde liegen und welche konkreten Möglichkeiten durch die palliativmedizinische Behandlung eröffnet werden.

Dr. Jäger wird die modernen Grundsätze und die Haltung der Palliativmedizin in der Betreuung und Begleitung von Schwerkranken, in der Linderung von Symptomen und Schmerzen und im Umgang mit dem Lebensende beschreiben. Hierzu gehört die Einbeziehung der Angehörigen, die würdevolle Sterbebegleitung und der menschliche Beistand im Sterbevorgang selbst.

Zentrale Fragen, die sich in der Palliativmedizin stellen sind: „Was will der Patient? “, „Was ist für ihn medizinisch machbar und noch sinnvoll?“, „Wo liegen ethisch-moralische Grenzen ärztlichen Handelns?“ und “ Wie wahren wir die Menschenwürde und Selbstbestimmung des Patienten?“ Mögliche Antworten und wie diese das Handeln auf einer Palliativstation bestimmen, werden in dem Vortrag vorgestellt und erläutert.

Dr. Jäger, unter dessen internistischer Leitung im Januar 2016 die Palliativstation in Rodalben mit 6 Betten etabliert wurde, wird über bisherige Erfahrungen in der stationären Palliativversorgung in Rodalben berichten und versuchen Berührungsängste mit den Tabuthemen „Sterben“ und „Lebensende“ abzubauen. Er gewährt praxisnahe Einblicke in den Alltag der Palliativstation und die Tätigkeiten des Rodalber Palliativteams. Dieses Team ist multiprofessionell aufgestellt und setzt sich aus spezialisierten Palliativschwestern, -ärzten, Physiotherapeuten, Psychologen, christlichen Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern zusammen.

Wie immer, gibt es nach dem Vortrag ausführliche Gelegenheit zum Austausch mit Dr. Jäger.

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