Gegenseitig ein Stück Kraft geben

In einer ökumenischen Gedenkfeier nahmen am Donnerstagabend Angehörige, Freunde und die Mitarbeiterinnen der Palliativstation des St. Elisabeth-Krankenhauses Rodalben Abschied von den im Jahr 2017 auf der Station betreuten und verstorbenen Patienten. Zum zweiten Mal fand eine solche Gendenkfeier in der Krankenhauskapelle statt.

20.03.2018

Auf der Palliativstation des Krankenhauses in Rodalben werden Menschen, deren Erkrankung sehr weit fortgeschritten ist oder deren Heilung nicht mehr möglich ist, betreut. Ziel der Palliativversorgung ist die Linderung von Beschwerden und die Verbesserung der Lebenssituation der Patienten. Mit den Mitteln der modernen Medizin wird eine wirksame, individuelle Schmerztherapie und Symptomkontrolle durchgeführt. Viele Patienten kommen deshalb in dieser Lebensphase immer wieder zur Behandlung auf die Palliativstation zurück. Hier werden sie von einem interdisziplinären Team aus Pflegekräften, Ärzten, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und Seelsorgern betreut. 

Die gut besuchte Feier mit der evangelischen Seelsorgerin Martina Guntzler und dem katholischen Krankenhauspfarrer Michael Stabel war mit viel Liebe von den Mitarbeiterrinnen der Palliativstation unter der Leitung von Martina Wirth und Petra Fatscher vorbereitet worden. Angehörige, Freunde, Pflegepersonal, Ärzte und Mitglieder der Krankenhausleitung waren gekommen, um gemeinsam zu gedenken, zu trauern und wie Pfarrer Stabel in seiner Ansprache formulierte sich "gegenseitig ein Stück Kraft zu geben".

Die Mitarbeiterinnen der Palliativstation hatten den Regenbogen, der den Himmel und die Erde miteinander verbindet, als Leitmotiv für die diesjährige Gedenkfeier gewählt. So wurden zum bleibenden Andenken an die Verstorbenen alle ihre Namen verlesen und auf ein großes Bild einer Landschaft mit Regenbogen geschrieben. Dieses Bild wird nun seinen Platz auf der Palliativstation finden.

Nach der Feier hatte das Krankenhaus zu einem Imbiss in die Cafeteria eingeladen. Diese Gelegenheit mit einem Gespräch den Abend ausklingen zu lassen, wurde von vielen Besuchern gerne angenommen.

Die Palliativstation am St. Elisabeth-Krankenhaus gibt es seit 2016. Unter der Leitung von Dr. Thomas Jäger, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und interdisziplinäre Notfallmedizin arbeiten hier Ärzte eng mit Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ernährungstherapeuten und Seelsorgern zusammen. Alternative Behandlungsmethoden, wie Aromapflege mit Duftölen, ergänzen die Versorgung. Durch spezielle Fachkompetenzen, Empathie und Zeit gibt es auf der Palliativstation die Möglichkeit der intensiven, individuellen Betreuung und Begleitung. Patientenzimmer und Aufenthaltsbereich der Station sind besonders für die Bedürfnisse von Palliativpatienten eingerichtet. Die Patienten sollen ihren letzten Lebensabschnitt nach ihren Bedürfnissen individuell gestalten und ihre Lebensgewohnheiten auch in den Krankenhausräumen weitestgehend beibehalten. Einige Bilder von der Gedenkfeier finden Sie hier.

St. Elisabeth-Krankenhaus

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